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Lern und Abenteuerspaziergänge für Welpen,Wieso?


Lern - und Abenteuerspaziergänge für Welpen

Wieso Lern- und Abenteuerspaziergänge für Welpen und nicht nur Welpenspielstunde (Freispiel)?

Meine Meinung und Erfahrung zur Welpenzeit.
Ich finde es gibt genug Welpenspielstunden, leider nicht immer gut geleitet und am Ziel und Sinn vorbei. Für mich sind die wenigen Wochen des Welpenalters zu wichtig um sie mit unkontrolliertem Spiel untereinander zu verschwenden.
Vor allem zwischen ihrer 5. und 16. Lebenswoche saugen Hunde Wissen und Erfahrungen regelrecht auf. Da wir unsere Welpen nach der 8. Woche zu uns nehmen, ist die Zeit recht kurz um wichtige Grundsteine für ein entspanntes und friedliches Zusammenleben zu legen.
Erfahrungen in der Sozialisierungsphase (ca. bis zur 16. Woche) werden auch als "prägungsähnliches Lernen" bezeichnet. Das bedeutet z.B., lernt Ihr Welpe in diesem Zeitraum, dass es sich einerseits lohnt, auf Zuruf zu seinem Menschen zu kommen und andererseits der Mensch dies auch durchsetzen kann, dann bekommen Sie einen Hund, den Sie jederzeit heranrufen können.
Lassen Sie Ihren Hund aber ohne Erziehung heranwachsen, bereitet dies meist in den ersten Monaten keinerlei Probleme. Der Welpe ist ja schließlich klein und sein natürlicher Folgetrieb lässt ihn weitgehend in Ihrer Nähe bleiben. Dies ändert sich aber dann in der Pubertät! Auf einmal läuft Ihr Hund nicht mehr mit Ihnen, sondern sein Radius vergrößert sich Woche um Woche, bis er Sie womöglich irgendwann "stehen lässt“.
Dies lässt sich vermeiden, wenn der natürliche Folgetrieb des Welpen geschickt ausgenutzt wird, um ein zuverlässiges Herankommen zu erreichen.
Es lauern aber noch weitere Gefahren: Wenn Welpen häufig und mit vielen Gleichaltrigen spielen, lernen sie, dass andere Hunde nur zum Toben da sind. Einerseits führt das oft im Alltag zu Problemen, wenn der junge Hund im gestreckten Galopp auf jeden Hund zu läuft um mit ihm zu spielen. Nicht jeder erwachsene Hund ist von diesem frechen Verhalten eines Grünschnabels begeistert und wird vielleicht zu drastischen Erziehungsmaßnahmen greifen. Andererseits werden die menschlichen Bezugspersonen aus der Sicht des Welpen immer unattraktiver. Sie können sicher nicht so wild und hemmungslos spielen wie andere Welpen. Möglicherweise werden sie immer mehr zu Spielverderbern, die stets den lustigen Teil des Trainings beenden um zu vergleichsweise langweiligen Übungen wie Sitz und Herkommen überzugehen.
Wir werden die Übungen so gestaltet, dass sie Mensch und Hund Spaß machen und zu einer positiven Bindung führen. Der Hundebesitzer soll der interessanteste Mensch für den Hund werden. In den meisten Welpenschulen steht das freie Spielen und Toben mit Gleichaltrigen im Mittelpunkt. Wir geben unserem Welpen alle Freiheit, sind großzügig mit Begegnungen mit Hund und Mensch. „Er ist ja noch so Klein und süß“ aber wie lange.
Ist er erst mal Groß, gibst Probleme mit seiner großen Freiheit. Mal kommt er, meist aber nicht! Der kleine Hund findet ihn jetzt auch nicht mehr toll!(er überragt ihn und tatscht ihm auf den Rücken „ Autsch“).
Frau Müller mag auch nicht mehr Begrüßt werden, Matschpfoten passen nicht gut auf die Sonntagskleidung und auf den Schultern sieht’s auch nicht gut aus.
Unser Hund versteht seine Welt nicht mehr, er darf nichts mehr. Er ist doch immer noch der gleiche! Nur halt Älter!
Hunde sollten so Früh wie möglich lernen. Die Welt besteht nicht nur aus grenzenloser Freiheit. Nicht alle Hunde sind nett und mögen überrannt zu werden. Nicht alle Hunde mögen es wenn man auf sie Herunterschaut. Nicht alle Hunde mögen von jungen Schnöseln angerempelt, belauert und angeknurrt zu werden. Nein sie Wehren sich und beißen vielleicht, „OH sind die Böse“. Nicht alle Menschen laufen immer in Hundesachen rum und haben gerne Hundepfoten auf den Schultern oder lieben es umgerannt zu werden.
Ich möchte Ihnen die Möglichkeit geben, entweder im Einzel, oder in der Gruppe, viel über Ihren Welpen zu erfahren und ihn zu verstehen. Sie nicht mit Ihren Fragen alleine zu lassen. Auch das ist in einer großen Gruppe meist der Fall, man traut sich nicht zu Fragen, „die Spielen gerade so schön“! Und es sind ja auch noch Andere da.
Ihr Welpe soll die Möglichkeit haben Sie als kompetentes Familienoberhaupt zu erleben, das ihm den richtigen Weg zeigt und für ihn sorgt und regelt.
Wie gesagt die Zeit in der der Welpe schnell Lernt, auch das Verkehrte, ist sehr kurz.
Aber Ihr Hund lebt sehr lange mit Ihnen in einer Gemeinschaft, in der alle gelernt haben sollten vernünftig miteinander zu leben.
Ein Hundeleben dauert im Durchschnitt ca. 15 Jahre. Die Welpenzeit nur ca.16 Wochen.
Nicht das Sie mich falsch verstehen. Welpen sollen miteinander spielen, aber bitte kontrolliert
und ohne Stress. In einer ausgewogenen und ausgesuchten Gruppe (die nicht an eine Massenveranstaltung erinnert). Sie sollte klein gehalten sein, nicht nur zum Spielen zum Inhalt haben und die Trainer Kompetent sein.

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